Fouad Belkacem, der Anführer und Sprecher von Sharia4Belgium, soll Ermittlern zufolge enormen Druck auf jugendliche Muslime ausüben, damit diese ins Ausland gehen und im "Heiligen Krieg" kämpfen.
Die Staatsanwaltschaft, die keine Auskunft über die laufenden Ermittlungen geben will, hatte schon vor Monaten nach mehreren Zwischenfällen entschieden, einen möglichen Zusammenhang der Organisation zum Terrorismus zu untersuchen.
So wurden Anfang Mai zwei belgische Sympathisanten von Sharia4Belgium im Jemen festgenommen. Sie werden verdächtigt, in enger Verbindung zur Terrorbewegung Al Shabaab zu stehen. Dem örtlichen Geheimdienst zufolge seien die jugendlichen Antwerpener kurz davor gewesen, der Bewegung beizutreten. Mitte Juni wurden sie von den Behörden im Jemen des Landes verwiesen.
Unterdessen findet in Mechelen ein großer Terrorprozess statt. Vierzehen Angeklagte müssen sich wegen Beihilfe an terroristischen Taten, Führung einer terroristischen Gruppierung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Unter den Angeklagten befinden sich auch Mitglieder von Sharia4Belgium.
Sharia4Belgium weist jegliche Vorwürfe zurück.