Euregio-Initiativen fordern Tihange-Stopp

Belga

Fr 20/07/2012 - 10:26 Belgische, deutsche und niederländische Initiativen aus dem Bereichen Umweltschutz und Atomkraftgegner aus der Euregio Maas-Rhein fordern die belgische Bundesregierung dazu auf, das Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich stillzulegen.

Nach einer Meldung der deutschen Tageszeitung Aachener Nachrichten vom Freitag fordern Atomkraftgegner und Umweltschützer aus der Euregio Maas-Rhein die Schließung des Atomkraftwerks Tihange in Huy in der Provinz Lüttich. Sie verlangen von der belgischen Bundesregierung in Brüssel die sofortige Stilllegung, zumindest aber die Beibehaltung des vor neun Jahren beschlossenen Atomausstiegs Belgiens, der beinhaltet, dass Tihange im Oktober 2015 vom Netz genommen werden muss.

Anfang Juli hatte die belgische Regierung allerdings die Verlängerung der Laufzeit des Meilers Tihange 1 um 10 Jahre beschlossen. Das bedeutet, dass das veraltete Kernkraftwerk bis mindestens 2025 weiter arbeiten soll. Kurz nach diesem Beschluss war bekannt geworden, dass seit rund sechs Jahren täglich bis zu zwei Liter kontaminiertes Wasser aus einem Kühlbecken entweichen, in dem verbrauchte Brennelemente abgekühlt werden. Nach Angaben von Electrabel, dem Betreiber des Atomkraftwerks Tihange, gehe von dem Wasser, dass aufgefangen und behandelt wird, keine Gefahr aus.

Zu den Unterzeichnern der Forderung gehören nach Angaben der Aachener Nachrichten die belgische Anti-Atomkraft-Initiative "Stop Tihange“, das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie und die niederländische Bewegung Laka Foundation.


Mehr zum Thema::






  • vrt © 2013